Ransomware – So kann man sich vor WannaCry, Petya & Co. schützen

Das Internet ist heute das meist genutzte Medium weltweit. Ob geschäftliche Verbindungen, soziale Netzwerke oder als Informationsquelle für zahlreiche Themen – es gibt nichts, was das Internet nicht kann. Ganz besonders hoch im Kurs stehen auch Online Geschäfte wie Online Banking und dergleichen. Dies birgt leider auch seit geraumer Zeit immer wieder die Gefahr von Cyber Attacken. Der neuste Trick sind Erpresser Trojaner wie etwa die Software WannaCry. Dieser Trojaner hat innerhalb kürzester Zeit in mehr als 150 Ländern über 200.000 Server und Computer lahmgelegt. Doch was ist eigentlich ein Erpresser Trojaner?

Was ist ein Erpresser Trojaner

Ein Erpresser Trojaner wie WannaCry gehört zu den Schadprogrammen , welche im Hintergrund fremde Computersysteme mit schädlicher Software infizieren. In diesem Fall schreibt ein Verschlüsselungsprogramm die auf dem Computer befindlichen Daten so um, dass die Nutzer nicht mehr darauf zugreifen können. Will man die Daten unverschlüsselt zurückhaben, wird man vom Erpresser Trojaner aufgefordert ein Lösegeld zu zahlen. Im Fall von WannaCry sollten Bitcoins gezahlt werden. Der aktuelle Trojaner ist jedoch nicht der einzige Schädling. Solche Erpresser Trojaner tauchen immer wieder auf und werden von den Nutzern oftmals unwissentlich auf den Computer gebracht, nachdem sie eine E-Mail geöffnet haben. Einige dieser Trojaner bringen es dann auch fertig, sich von selbst im ganzen Netzwerk des Computers auszubreiten.


Quelle: YouTube-Kanal Heise Online

Diese Systeme sind häufig betroffen

Erpresser Trojaner gehören heute als Cyberangriffe zu den bekanntesten Attacken. Am häufigsten sind vor allem Computer betroffen, welche das Betriebssystem Windows nutzen. Hier machen sich diese Trojaner vor allem die Sicherheitslücken zu Nutze.

Gibt es einen sicheren Schutz gegen Erpresser Trojaner?

Wer Windows als Betriebssystem nutzt und sich gegen Angriffe wie Erpresser Trojaner schützen möchte, der sollte einige Dinge beachten. Zunächst einmal sollte man schauen, ob das auf dem Rechner installierte Virenschutzprogramm noch aktuell ist. Wenn nicht, sollte man so schnell wie möglich eine aktuelle Version aufspielen. Gleiches gilt auch für die Sicherheitsupdates von Windows . Das Unternehmen bringt immer wieder neue Updates für den Download raus. Auch hier sollte man die aktuelle Version auf dem Rechner haben. Darüber hinaus sollte man mindestens einmal im Monat alle wichtigen Daten vom Rechner auf eine externe Quelle speichern. Und ganz wichtig ist es, sich jede Mail die im Postfach landet genau anzusehen. Kennt man den Absender nicht oder kommt einem die Mail nicht geheuer vor, sollte diese ungelesen und ungeöffnet sofort gelöscht werden.

Was tun, wenn ein Erpresser Trojaner auf dem PC ist?

Sollte es trotz aller Maßnahmen dazu gekommen sein, dass ein Erpresser Trojaner alle Daten auf dem Rechner lahm gelegt hat, sollte man der Aufforderung der Erpresser keinesfalls Folge leisten. Neben dem Lösegeld sind dann oft auch die Daten futsch, da diese trotz Bezahlung nicht wieder heraus gegeben werden. Man sollte eher versuchen, das System mit einer speziellen Reinigungssoftware gegen Viren und Trojaner wieder fit zu bekommen. Wer dies nicht in Anspruch nehmen möchte, sollte ein wenig Geduld, auch wenn es schwer fällt, haben. Innerhalb kürzester Zeit bringen die Unternehmen der betroffenen Betriebssysteme ein Sicherheitsupdate heraus, mit dem alle Daten wieder hergestellt und der Trojaner vernichtet werden kann.

Fazit

Erpresser Trojaner gehören in der heutigen Internetzeit als Attacke genauso dazu wie unerwünschte Viren und andere Schädlinge. Man kann jedoch mit einer aktuellen Virenschutzsoftware und Sicherheitsupdates für die Betriebsprogramme das Risiko entscheidend verringern.