Top 5 Gamer-Notebooks im Vergleich

In der Vergangenheit bevorzugten Gamer klassische Desktopcomputer mit Midi- oder Maxi-Tower, weil es dort problemlos möglich war, die verwendete Grafikkarte zu tauschen, RAM nachzurüsten oder die Gehäuse- und Prozessorlüftung durch ergänzende Komponenten zu optimieren. Inzwischen sind einige Gamer-Notebooks auf dem Markt, die diese Arbeit überflüssig machen, weil sie serienmäßig eine gute Performance zu bieten haben.

Die Ansprüche, die von Online-Games und PC-Games allgemein gestellt werden, steigen kontinuierlich weiter an. Das zeigt beispielsweise ein Blick auf die Systemanforderungen, die bei „Far Cry 4“ gestellt werden. Das Game verlangt einen DirectX 11-Support, als Minimum vier Gigabyte Arbeitsspeicher und einen Intel Core i5-Prozessor mit einer Basistaktung von 2,6 Gigahertz (siehe: http://far-cry.ubi.com). Ähnlich sieht es bei „Dragon Age – Inquisition“ aus. Auch dieses Game lässt sich nur mit einem Rechner mit Vierkern-CPU und einer Grafikkarte der Baureihe GeForce GTX 960 oder AMD Radeon R9 285 zocken. Andere Games verlangen gar eine 3D-Unterstützung nebst dazugehörigem Display. Kurz gesagt: Wer sich ein gutes Gamer-Notebook zulegen und den Spielspaß in vollen Zügen genießen möchte, sollte an der Ausstattung besser nicht sparen.

Auf welche Komponenten kommt es bei einem Gamer-Notebook an?

Im Fokus stehen – wie aus den Systemanforderungen der genannten Games ersichtlich – die Prozessorleistung und die Performance des Grafiksystems. Ein vierkerniger Prozessor ist das absolute Minimum, was sich ein Gamer gönnen sollte. Noch besser wäre ein Gamer-Notebook mit einem achtkernigen Prozessor. Die CPU kann ihre Leistung aber nur dann voll ausschöpfen, wenn auch das Grafiksystem und der Arbeitsspeicher mithalten können. Hier lautet die Faustregel, dass pro Rechenkern ein Gigabyte Arbeitsspeicher vorhanden sein sollte. Dieser lässt sich bei einem guten Gamer-Notebook optimalerweise ausbauen. Chip-Lösungen lehnen Zocker beim Grafiksystem ihres Notebooks in der Regel ab.

Sie bevorzugen die Ausstattung mit Grafikkarten, wobei Systeme von Nvidia ganz oben auf der Beliebtheitsliste stehen, wie folgende Übersicht zeigt:

notebookQuelle: Gaming-Notebooks Übersicht, Comtech

Die Ansprüche an den Akku und die Tastatur

Zocker greifen besonders gern zu Notebooks mit einer hinterleuchteten Tastatur. Der Grund ist, dass viele Games eine Tastensteuerung anbieten. Wer gewinnen möchte, muss flink sein. Genau das ist aber nur dann möglich, wenn die jeweiligen Tasten für die Bedienung schnell gefunden werden. Hinzu kommt, dass viele Gamer die Beleuchtung dimmen, um ihre Konzentration zu steigern und das perfekte Feeling für das Spiel zu bekommen. Weil auch die Zifferntasten häufig zur Bedienung der Games verwendet werden müssen oder können, ist für den ambitionierten Zocker ein Notebook mit separatem Ziffernblock ratsam. Alternativ kommen bei der als Extra erhältlichen Mouse Modelle in Frage, die Mouse-Funktionen kombiniert mit einem Ziffernblock anbieten. Hier stehen bei den Gamern die kabellosen Varianten hoch im Kurs.

Auch hinsichtlich der Akkus werden an Gamer-Notebooks hohe Ansprüche gestellt. Sie sollten immer eine hohe Kapazität haben. Je mehr ein System ausgelastet wird, desto größer ist auch der Energieverbrauch. Die von den Herstellern ausgewiesenen Betriebszeiten sind immer auf der Basis der Auslastung von Office-Anwendungen berechnet. Games verursachen jedoch eine erheblich intensivere Auslastung, was eine Verkürzung der angegebenen Akkulaufzeiten bedeutet. Das ist ein Grund, warum als Gamer-Notebook immer nur ein Modell gewählt werden sollte, bei dem der Akku vom Nutzer problemlos ausgetauscht werden kann. So kann sich der Zocker Ersatzakkus zulegen. Entscheidet sich der Gamer für ein Notebook mit einem nicht austauschbaren Akku, könnte er sich als optionale Ergänzung ein Power-Pack zum Nachladen kaufen, wenn er regelmäßig an Orten spielen möchte, an denen kein Stromanschluss zur Verfügung steht.

Welche Extras sind bei einem Gamer-Notebook wünschenswert?

• Soundsystem mit viel Bass: Gamer benötigen meist Soundsysteme, die mit sattem Bass punkten. Auch sollten sie die Umgebungsgeräusche möglichst realistisch wiedergeben können. Da viele Gamer mit Kopfhörer oder einem hochwertigen Headset zocken, sollten an einem Notebook entsprechende Anschlüsse vorhanden sein.

• Matte Displays: Die Displays der Notebooks werden in matten Ausführungen bevorzugt. Glänzende Displays kommen nur dann in Frage, wenn sie eine hochwertige Entspiegelung vorweisen können.

• DVI- oder HDMI-Port: Hiermit lässt sich der Fernseher als externes Display nutzen – sehr nützlich und praktisch.

• Gute Netzwerkverbindungen: Hierbei ist eine Kombination aus WLAN-Modul mit Support für den Standard IEEE 802.11 a oder ac mit einem Ethernetport empfehlenswert. Auch die USB-Ports sollten immer den modernsten Standard mitbringen, um mit Bedienelementen wie einem Lenkrad oder einem anderen komplexen Steuermodul gekoppelt zu werden.

• Effiziente Kühlung: Beim Kauf der Gamer-Notebooks muss unbedingt auf eine robuste und leistungsstarke Prozessor- und Gehäusekühlung geachtet werden. Games lasten die CPU, die RAM und die Grafiksysteme oft bis zur Leistungsgrenze aus. Da sind Wärmestaus und Hardwareschäden vorprogrammiert, wenn die Leistung der Kühlung nicht ausreichend ist.